Archive für Technik

Die Frage nach dem richtigen Tablet ist meist eine sehr schwierige und auch sehr individuell. Der Markt bietet inzwischen so ziemlich jede denkbare Größe, verschiedene Betriebssysteme und auch alle Preisbereiche. Bevor man sich jedoch auf die Suche macht, sollte man sich (wie bei so ziemlich jedem Kauf) erst einmal Gedanken darüber machen, was man wirklich braucht. So fällt man nicht auf Marketing herein oder bezahlt Geld für Features, die man nicht benötigt.

Auch der grundsätzliche Nutzen von Tablets ist immer grenzwertig (aus meiner Sicht). Denn welchen echten Mehrwert bietet ein Tablet gegenüber einem in einem jedem Haushalt verfügbarem Notebook? Insbesondere im Vergleich zu den Ultrabooks? Hier gibt es denke ich vor allem Bequemlichkeitsvorteile, ob die das Geld wert sind muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Gerade auf diesen Artikel aufmerksam geworden, dem ich doch stark widersprechen muss:

Analysis: Satya Nadella must kill Windows Phone and fork Android

Es ist manchmal überraschend, derartige Artikel zu lesen und auch, wie sie argumentieren. Das fällt um so mehr auf, wenn sich die Argumentation nur auf den eigenen Markt konzentriert. So zeigt die Grafik (wohlgemerkt für die USA) einen konstant gleiche Installationsbasis:

US smartphone installed base to December 2013

 Vergleichen wir dies einmal mit der weltweiten Verteilung von Windows Phones (Quelle: idc):

Das Windows Phone noch nicht sonderlich gut da steht außer Frage, dennoch ist es bemerkenswert, welches Wachstum (156%!!!) die Plattform an den Tag legt. Das heißt in der Plattform liegen gewaltige Potentiale. Die erste Grafik verschleiert aufgrund der prozentualen Darstellungsweise auch, dass aufgrund des steigenden Marktes die Verkäufe kontinuierlich zugelegt haben. Damit deckt es sich mit den Beobachtungen des Gesamtmarktes.

Auch der Argumentation, dass aufgrund der Android Patente die Plattform die interessantere ist, stimme ich so nicht ganz zu. Das mag vielleicht eine kurzfristige, geldoptimierte Lösung sein. Aber woher stammen die Patente? Aus der Forschung an eigenen Smartphone Lösungen. Wie lange sind solche Patente gültig? Nicht sehr lange. D.h. das Geschäftsmodell mit Android Patenten wird genau dann weiter erfolgreich sein, wenn Microsoft weiter an Windows Phone arbeitet. Ironischerweise.

Und insgesamt halte ich es für gut, wenn es mehr Systeme gibt die konkurrieren. Da fördert den Wettbewerb und hilft dem Konsumenten. Mal abgesehen davon, das Windows Phone mit seinem völlig anderen Konzept wenigstens noch etwas Innovation zeigt gegenüber den sich immer weiter annähernden Konkurrenzplattformen.

Eigentlich wollte ich mich in diesem Artikel ja meiner neusten Errungenschaft, dem Asus VivoTab Note 8 widmen. Aber irgendwie fällt mir jetzt gar nicht so viel dazu ein.

Vielleicht in Kürze:
Nachdem ich jetzt ca. ein Jahr das Lenovo ThinkPad Tablet 2 besaß, welches sich wirklich großartig zum Studium eignete, wartete ich eigentlich –  seit ich es besaß – darauf, dass es ein vernünftiges 7 oder 8 Zoll Tablet mit Windows und (Wacom) Stiftunterstützung gibt. Und nun ist es – früher als angekündigt – endlich da!

Und was soll ich sagen: Es ist das erste Tablet was ich wirklich dauernd nutze, für mich einfach optimal. Alles läuft flüssig, Stift funktioniert hervorragend. Nachteile (wie auch woanders zu lesen): Tasten reagieren nicht soo gut (gewöhnt man sich dran, nutzt man ja auch nicht so oft) und was aber wirklich nervt: das Display verschmiert unglaublich schnell. Ich weiß nicht wie es andere Hersteller gelöst haben, hier wurde es jedenfalls nicht gelöst :) Vielleicht bekommt man es ja mit einer Displayfolie in den Griff.

Was ich unabhängig davon empfehlen kann: Wenn Ihr studiert, viele Schulungen haltet oder bekommt oder sonst irgendwie viele Inhalte aufarbeitet: Besorgt euch ein Tablet oder Convertible mit Stift. Und zwar mit Windows und OneNote. Wenn ich sehe wie sich die Android und iPad Verfechter da durchmühen…. (ja es geht, aber halt einfach nicht so gut). Hier vielleicht auch für die die es interessiert zum Einlesen das Papierlos Experiment von Mark Kreuzer (microle.de).