Mein Jahresrückblick

Das war also das Jahr 2015.

Irgendwie kommt es mir so vor, dass in einem Jahr immer so viel passiert, aber nur wenig hängen bleibt. Am präsentesten bleiben dann natürlich die Erlebnisse zum Jahresende. Ich versuche hier trotzdem einen kleinen Rückblick, um dann meine Ziele und Wünsche für das kommende Jahr vorzustellen.

Eines der großen Ereignisse Anfang 2015 war sicherlich der Entschluss, ein Haus bauen zu wollen. Meine Frau und ich sind uns inzwischen sehr sicher in Paderborn bleiben zu wollen, so dass dies dann der nächste logische Schritt für uns schien.

So aufregend der Entschluss und Beginn der Orientierung (Einlesen, Markt analysieren) war, so schnell kam jedoch auch die Ernüchterung. Im Paderborner Raum ist es echt schwierig oder unbezahlbar sowohl Bauland, als auch eine Bestandsimmobilie zu finden. So passierte hier dann eigentlich das Jahr über recht wenig. Aber wir beobachten aktiv den Markt.

Im Sommer beendete ich dann offiziell meinen berufsbegleitenden Master of Science in IT-Management. Überraschend war für mich, wie unspektakulär sich das anfühlte. Es hat wohl einfach nicht mehr den Stellenwert gehabt, wie zu Beginn des Studiums. Dennoch bin ich trotzdem sehr stolz die Herausforderung der Doppelbelastung gemeistert zu haben.

Um das entstehende Vakuum, was durch die fehlende Lernbelastung des Masterstudiums entstand, etwas zu kompensieren, entschied ich mich an der Yoga-Lehrer Ausbildung teilzunehmen, für die sich meine Frau entschieden hatte. Eine wirklich komplett andere Welt, aber gerade das hat mich – denke ich – im vergangenen Jahr innerlich wachsen lassen und meinen Horizont stark erweitert.

Mit dem Ende des Studiums bin ich dann noch mit einem weiteren neuen Lebenskonzept in Berührung gekommen: Der finanziellen Freiheit. Das war für mich so fesselnd, dass ich im Prinzip fast jede freie Minute des zweiten Halbjahres damit verbracht habe, mich in das Thema einzulesen. Der Fokus lag dabei vor allem auf dem Thema investieren an der Börse. Und auch hier konnte ich meinen Horizont noch einmal beträchtlich erweitern (oder überhaupt erst beginnen, gerade die Börse war bis dahin für mich ein rotes Tuch).

Gegen Ende des Jahres konnte ich noch durch glückliche Umstände an einem Dale Carnegie Persönlichkeitstraining teilnehmen. Eine wahnsinnig großartige Erfahrung. Neben dem Training verschiedener Fähigkeiten war eines der Hauptanliegen des Seminars, die Teilnehmer aus ihrer Komfortzone zu schubsen. Und genau das hat mir richtig gut getan! Ich kann diesen Kurs bedenkenlos weiterempfehlen.

Was das kommende Jahr für mich zu bieten hat weiß ich nicht, aber durch das Dale Carnegie Training ist eines meiner Hauptziele von einer bisher passiven, abwartenden Rolle in eine deutlich aktivere Rolle zu schlüpfen.

Mein Jahresausblick

Ich schrieb es schon, wir planen ein Haus zu bauen oder kaufen. Kurz vor Weihnachten entdeckten wir tatsächlich eine Immobilie, in die wir uns sofort verliebten. Wir beten und hoffen, dass es so klappt wie wir uns vorstellen. Falls ja, findet ein Umzug im Sommer statt.

Aus dem Thema Finanzen versuche ich zwei Dinge umzusetzen.

  1. Eine Sparquote von mindestens 50%
  2. Mindestens 1000€ zu spenden

Gerade die Spenden sind mir wichtig. Überall liest man wie wichtig es sei zu geben und ich kann dem auch jedes Mal zustimmen. Doch wenn ich auf mich selbst schaue, war ich dafür bisher immer – ehrlich gesagt – zu geizig. Das möchte ich dieses Jahr aktiv ändern. Die erste Spende habe ich soeben getätigt und habe mir fest vorgenommen dieses Jahr auf über 1000€ zu kommen.

Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten, die eventuell aufgrund eines Hauses auf uns zukommen, ist es sonst allerdings schwierig weitere Ziele zu definieren. Und selbst die Sparquote wird dann nicht erfüllbar sein.

Dennoch ist noch ein weiteres, generelles Ziel, mich zu stärkerer Weiterbildung zu motivieren, insbesondere durch Bücher. Das umfasst dann die Themen Investieren und Steuerrecht, aber auch Persönlichkeitsentwicklung und Motivation.

Auch mehr schreiben ist (mal wieder) ein Ziel, da überlege ich, ob ich noch ein themenspezifischeres Blog starte. Das hier bleibt aber weiterhin bestehen. Um nicht wie bisher an meinen zu hohen Zielen zu scheitern, möchte ich allerdings mindestens einen Artikel im Monat veröffentlichen, diesmal mit mehr Struktur.

Meine Wünsche

Wenn ich mir tatsächlich etwas frei wünschen könnte, dann wäre es vor allem Gesundheit, gute Laune und das eigene Glück zu finden.

Wenn ich so etwas bei anderen lese finde ich das tatsächlich immer ein bischen affig, aber jetzt wo ich selber darüber nachdenke, komme ich tatsächlich auf das gleiche Ergebnis. Es ist zwar tatsächlich der schönste Wunsch, aber gleichzeitig eben auch einfach sehr aussagekräftig.

Um trotzdem etwas konkreter werden zu können, versuche ich es mit mal konkreteren Wünschen:

  • Das unser großer Hauswunsch in Erfüllung geht
  • Keine großen beruflichen Aufreger
  • Das gleiche große Wohlwollen und Glück, was mir bisher im Leben erfahren ist

Das Pendel des Lebens schlägt ja bekanntlich immer in beide Richtungen aus, daher kann ich mich wirklich nur Bedanken, dass ich ein so glücklicher und zufriedener Mensch sein kann (was natürlich nicht heißt, dass da für meine Persönlichkeit noch viel Potential nach oben existiert).

Und so wünsche ich auch jedem der dies liest:

Ein erfüllendes, erfolgreiches und glückreiches Jahr 2016!

Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich gerade im (hoffentlich jetzt richtigen) Zug nach Paderborn. Nachdem ich mit überhastet aufbrechen musste, schaffte ich es aber immerhin, den von mir anvisierten Zug zu erreichen.

Leider konnte ich da noch nicht ahnen, was passieren würde: Kurz nach dem losfahren mussten wir aufgrund eines Unfalls für unbestimmte Zeit anhalten. Kurze Zeit später war klar: Es ist jemand vor den Zug gesprungen.

So dramatisch die Aktion an sich war, sie zog auch unangenehme Folgen für die Fahrgäste nach sich. Nachdem wir etwa 2 Stunden im Zug darauf gewartet hatten, dass es weiterginge, die nächste Nachricht: Der Zug wird evakuiert.

So kam es dann, dass ich gegen 22 Uhr im Düsseldorf Hbf ankam, wo alle Gäste selber schauen mussten, wie sie weiter kommen sollten (vielleicht noch als Ergänzung: der ursprüngliche Plan war um 20:25 in Paderborn anzukommen…). Da die Bahn App keine Vernünftige Verbindungen ausspuckte, stellte ich mich also zunächst auf Wartezeit am Bahnhof ein, als ich beim Einlaufen in den Bahnhof auf dem Nachbargleis einen Zeitnahen Zug für den nächsten Umsteigebahnhof Hamm (Westf) entdeckte. Perfekt. Besser als nichts und schon mal einen Punkt näher dran.

Also rein und weiter ging es. Meine Hoffnungen, den (okay, etwas überknappen) Anschlusszug zu erreichen wurden allerdings relativ schnell zunichte gemacht, da auch hier wieder schnell eine Verspätung zustanden kam. Tja. Aber zumindest, obwohl mich jetzt eine Wartezeit von 50 Minuten erwartete, kam der Zug früher an. Und so sitze ich hier im Zug nach Paderborn in Hamm, warte auf die Abfahrt und hoffe, dann endlich (mit 4,5 Stunden Verspätung) in Paderborn anzukommen.

Aber was lernen wir daraus? Auch wenn es manchmal unvorhergesehene Ereignisse gibt, die uns daran hindern vorwärts zu kommen: Solange wir ein klares Ziel vor Augen haben, werden wir es auch erreichen.

Und genau jetzt fährt auch der Zug los….

So, mit einer Woche Verspätung zwar, aber das wollte ich dann doch auf jeden Fall bloggen:

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Damit kann jetzt direkt das nächste große Projekt folgen (wenn es denn klappen sollte): Ein Haus bauen. Auf die Erfahrung freue ich mich schon sehr.

Power-User zahlen bei O2 künftig mehr: Wer Netzneutralität will, muss zu Opfern bereit sein

Ich dachte mir, es lohnt sich vielleicht ein wenig mitzutracken, was ich so alles lese (mal mehr mal weniger). Vielleicht ergibt sich daraus ja auch so manche Leseempfehlung.

Meine Bücher der letzten Zeit waren (ohne logische Sortierung):

Cashkurs (von Dirk Müller):

Sehr gut zusammenfassendes Buch über alles, was mit Geld zu tun hat. Geldanlage, Aktien, Hausplanung. Das für mich überraschendste war die Erkenntnis, dass wohnen zur Miete gar nicht so schlecht ist – und auf finanziell gar nicht so schlimm wie man denkt. So kommt man – je nach Rechnung in einer Mietwohnung oder Haus auf ähnliche Vermögensanteile wie beim Hausbau oder -kauf. Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.

 

Das Glücksprojekt (von Alexandra Reinwarth):

Sehr unterhaltsam geschrieben. Ich habe jetzt nicht so viel daraus ziehen können, aber grundsätzlich würde ich es einigen Personen weiterempfehlen. Die Autorin geht pro Kapitel ein angeblich glücklich machendes Verhalten an und zieht ihre eigenen Lehren daraus. Darunter fallen Haustier anschaffen, Urlaube machen, Hobbies suchen, Freundeskreis optimieren etc. Wer noch auf der Suche nach etwas mehr Sinn oder Freude im Leben ist (und für den die „klassischen Ratgeber“ nix sind) für den ist das Buch sicherlich eine Überlegung wert.

 

Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler die Sie lieber andern überlassen (von Rolf Dobelli):

Lese ich gerade, stand lange auf meiner Leseliste und bekommt eigentlich sehr gute Bewertung. Behandelt viele Denkfehler aus ökonomischer Sicht, denen man häufig verfällt. Sehr kurze Kapitel, für mich so ziemlich alles schon bekannt und daher nicht so überzeugend. Als Beispiel z.B. der Denkfehler noch mehr Geld oder Energie in ein totes Projekt  zu stecken, weil man schon soviel investiert hat. Das alles weitere ein direkter Verlust ist, wird dann schnell übersehen. Denkfehler dieser Art werden beschrieben und durch gelegentliche Anekdoten aufgelockert.

 

ITIL V3 umsetzen (Helge Dohle und Rainer Schmidt)

Als Einstieg in die ITIL Thematik gelesen. Etwas trocken, für die Praxis jedoch hilfreich, auch weil die Autoren viel persönliche Erfahrung einfließen lassen. Dazu bemühen Sie sich den (trockenen) Stoff ein bischen besser aufzubereiten.

 

Managed Service in a Month (Karl Palachuk)

Locker geschriebenes Buch (laut Einleitung aus einem Blog zusammengefasst), welches klare Handlungsanforderungen gibt. Lese ich derzeit auch noch, daher kein abschließendes Fazit. Was man jedoch beachten sollte (was mir beim Kauf nicht klar war) – das Buch bezieht sich explizit auf KMU’s. Also wie kann ich den kleinen Firmen in meiner Nachbarschaft helfen. Was dann leider nicht 100% in mein Interessensgebiet passt, aber zu Ende lesen werde ich es auf jeden Fall noch.

Update…

4. Juni 2014 — 1 Kommentar

So, nach langer Zeit mal wieder ein Artikel. Hier zeigt sich gleich der Vorteil dieser gehosteten Lösung, es kann zeitweise brach liegen :)

Die letzte Zeit war leider besonders zeitintensiv, neben der üblichen Arbeits- und Studienbelastung kamen mehrere Dinge zusammen. Zum einen war Klausurphase, zum anderen hatte ich ein Projekt im europäischen Umland, was mich sehr gut ausgelastet hat.

Dazu habe ich die Chance bekommen und wahrgenommen mich beruflich in eine andere Richtung zu orientieren – zum IT-Service Manager. Auch wenn der Arbeitsumfang noch nicht komplett definiert ist (daher ist es auch schwer hier jetzt ins Detail zu gehen) freue ich mich schon riesig auf die neuen Herausforderungen und die Chancen, etwas bewegen zu können. Damit einhergehend ist allerdings eine Übergangsphase, die mich im alten, sowie im neuen Bereich agieren lässt. Damit fallen dann die „Spaßprojekte“ wie dieses Blog leider etwas zurück…

Aber das heißt auf keinen Fall, dass es hier damit zu Ende ist, im Gegenteil, für die Zukunft ist eher ein breiteres Themenspektrum zu erwarten, wobei ich das Blog grundsätzlich als Kanal sehe über alles zu reden, was ich schon immer mal ansprechen wollte. Und auch wenn hier mal zeitweise Ruhe ist, ich habe es extra so konzipiert, dass ich jederzeit weitermachen kann. So wie jetzt :)

Die Frage nach dem richtigen Tablet ist meist eine sehr schwierige und auch sehr individuell. Der Markt bietet inzwischen so ziemlich jede denkbare Größe, verschiedene Betriebssysteme und auch alle Preisbereiche. Bevor man sich jedoch auf die Suche macht, sollte man sich (wie bei so ziemlich jedem Kauf) erst einmal Gedanken darüber machen, was man wirklich braucht. So fällt man nicht auf Marketing herein oder bezahlt Geld für Features, die man nicht benötigt.

Auch der grundsätzliche Nutzen von Tablets ist immer grenzwertig (aus meiner Sicht). Denn welchen echten Mehrwert bietet ein Tablet gegenüber einem in einem jedem Haushalt verfügbarem Notebook? Insbesondere im Vergleich zu den Ultrabooks? Hier gibt es denke ich vor allem Bequemlichkeitsvorteile, ob die das Geld wert sind muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Lync Conference 2014 (18.-20.02.)

Gerade auf diesen Artikel aufmerksam geworden, dem ich doch stark widersprechen muss:

Analysis: Satya Nadella must kill Windows Phone and fork Android

Es ist manchmal überraschend, derartige Artikel zu lesen und auch, wie sie argumentieren. Das fällt um so mehr auf, wenn sich die Argumentation nur auf den eigenen Markt konzentriert. So zeigt die Grafik (wohlgemerkt für die USA) einen konstant gleiche Installationsbasis:

US smartphone installed base to December 2013

 Vergleichen wir dies einmal mit der weltweiten Verteilung von Windows Phones (Quelle: idc):

Das Windows Phone noch nicht sonderlich gut da steht außer Frage, dennoch ist es bemerkenswert, welches Wachstum (156%!!!) die Plattform an den Tag legt. Das heißt in der Plattform liegen gewaltige Potentiale. Die erste Grafik verschleiert aufgrund der prozentualen Darstellungsweise auch, dass aufgrund des steigenden Marktes die Verkäufe kontinuierlich zugelegt haben. Damit deckt es sich mit den Beobachtungen des Gesamtmarktes.

Auch der Argumentation, dass aufgrund der Android Patente die Plattform die interessantere ist, stimme ich so nicht ganz zu. Das mag vielleicht eine kurzfristige, geldoptimierte Lösung sein. Aber woher stammen die Patente? Aus der Forschung an eigenen Smartphone Lösungen. Wie lange sind solche Patente gültig? Nicht sehr lange. D.h. das Geschäftsmodell mit Android Patenten wird genau dann weiter erfolgreich sein, wenn Microsoft weiter an Windows Phone arbeitet. Ironischerweise.

Und insgesamt halte ich es für gut, wenn es mehr Systeme gibt die konkurrieren. Da fördert den Wettbewerb und hilft dem Konsumenten. Mal abgesehen davon, das Windows Phone mit seinem völlig anderen Konzept wenigstens noch etwas Innovation zeigt gegenüber den sich immer weiter annähernden Konkurrenzplattformen.

Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt.

Aurelius Augustinus (354-430)